
Er bezeichnete die Initiative als "Projekt Freiheit". Wie genau die USA dabei vorgehen werden, führte er nicht aus. Er betonte aber, man habe diesen Ländern zugesichert, ihre Schiffe sicher aus diesen gesperrten Wasserstraßen zu geleiten, damit sie ihren Geschäften ungehindert nachgehen könnten. Es handele sich um eine humanitäre Geste der Vereinigten Staaten, der Länder des Nahen Ostens, insbesondere aber des Irans. Trump fügte hinzu, man werde jegliche Störung dieser Aktion energisch bekämpfen.
Das Zentralkommando Centcom teilte inzwischen mit, die Streitkräfte würden Lenkwaffenzerstörer, mehr als 100 land- und seegestützte Flugzeuge sowie 15.000 Militärangehörige einsetzen. Es sprach von einer defensiven Mission, die für die Sicherheit in der Region und die Weltwirtschaft von entscheidender Bedeutung sei. Das "Wall Street Journal" berichtete unter Berufung auf zwei hochrangige Beamte, dass es sich bei dem Projekt um die Einrichtung einer Koordinierungsstelle zur Regelung des Schiffsverkehrs durch die Meerenge handeln soll. Aktuell sieht die Initiative demnach nicht vor, dass die amerikanische Marine Schiffe durch die Straße von Hormus eskortieren.
Iran warnt die USA vor "Einmischung" in Straße von Hormus
Der Iran warnte die USA vor Aktionen in der Straße von Hormus. Jede amerikanische Einmischung in der Meerenge werde als Verstoß gegen die Waffenruhe betrachtet, schrieb der Leiter der Sicherheitskommission im Parlament, Azizi.
Wie die britische Behörde für die Sicherheit der Handelsschifffahrt mitteilte, wurde in der Straße von Hormus erneut ein Schiff angegriffen. Der Vorfall habe sich am Abend rund 145 Kilometer nördlich von Fudschaira in den Vereinigten Arabischen Emiraten ereignet.
Möglicher Hormus-Einsatz: Deutsches Minenjagdboot "Fulda" startet in Richtung Mittelmeer
Das Minenjagdboot "Fulda" der deutschen Marine läuft am Nachmittag vom Stützpunkt in Kiel in Richtung Mittelmeer aus. Nach Angaben des Bundesverteidigungsministeriums dient die Verlegung der sogenannten Vorausstationierung für einen möglichen Einsatz in der Straße von Hormus. Dieser setzt jedoch ein Mandat des Bundestags voraus. Sollten die Parlamentarier dafür stimmen, wären das Boot und die Besatzung schon näher am Einsatzgebiet.
Die Bundesregierung hatte angeboten, dass Deutschland sich an einem internationalen Militäreinsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus beteiligen könnte. Neben dem Bundestagsmandat gilt ein dauerhaftes Ende der Kampfhandlungen als weitere Voraussetzung.
Die Straße von Hormus gilt als strategisch wichtig. Durch die Meerenge werden normalerweise rund ein Fünftel der weltweiten Versorgung mit Erdöl und Flüssigerdgas abgewickelt. Im Hintergrund gehen die Verhandlungen zwischen dem Iran und den USA weiter. Das iranische Außenministerium erklärte, die USA hätten über den Vermittler Pakistan eine Antwort auf den 14-Punkte-Vorschlag des Iran übermittelt.
Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.




