Krise im Iran
US-Regierung: 800 Hinrichtungen verhindert

Die US-Regierung geht davon aus, dass der Iran wegen des Drucks aus Washington zahlreiche Hinrichtungen von Demonstranten gestoppt hat.

    Das Bild wird mit einem Stock hochgehalten, auf dem der Oberkörper Soltanis zu sehen ist. Dahinter unscharf eine iranische Fahne und eine Gebäudefront. Im Vordergrund ebenfalls unscharf die Hinterköpfe von zwei Demonstranten.
    Exiliraner zeigen in Rom bei einer Kundgebung das Bild eines Demonstranten, dem im Iran die Todesstrafe droht. (dpa / ipa-agency / Matteo Nardone)
    Die Sprecherin von Präsident Trump sagte, es seien 800 Hinrichtungen verhindert worden, die gestern hätten stattfinden sollen. Zugleich betonte sie, das ein militärisches Vorgehen gegen den Iran weiterhin nicht ausgeschlossen sei. Alle Optionen blieben für den Präsidenten auf dem Tisch. Trump habe Teheran vor ernsthaften Konsequenzen gewarnt, wenn weiterhin Demonstranten getötet würden.
    Das US-Finanzministerium verkündete Sanktionen gegen Verantwortliche der iranischen Sicherheitsbehörden. Finanzminister Bessent sagte, unter anderem sei der Vorsitzende des Nationalen Sicherheitsrats, Laridschani, betroffen sowie weitere Vertreter der Sicherheitsbehörden, die das gewaltsame Vorgehen gegen die regimekritischen Demonstranten organisiert hätten.
    Die Proteste gegen das iranische Regime hatten im Dezember begonnen. Nach Einschätzung von Beobachtern wurden tausende Menschen getötet und mehr als 10.000 festgenommen.
    Diese Nachricht wurde am 15.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.