Meeresforschung
US-Regierung legt Ozeanmessnetz still

Die National Science Foundation in den USA hat ihre laufende Meeresforschung still gelegt und will nun Forschungsbojen mit Messinstrumenten aus dem Meer holen. Sie erfassen seit über zehn Jahren in Echtzeit Daten zu Meeresströmungen, Ökosystemen, Klima und Extremwetter.

    Eine Taucherin betrachtet einen Kugelfisch in einer Sandkuhle.
    Eine Taucherin betrachtet einen Kugelfisch in einer Sandkuhle. (picture alliance / CHROMORANGE / magicbruno)
    Die Bojen sind Teil der "Ocean Observatories Initiative". Aus den offen zugänglichen Messdaten sind inzwischen mehr als 500 wissenschaftliche Studien erstellt worden. Für den Aufbau des Messnetzes hatte die US-Behörde ursprünglich rund 390 Millionen US-Dollar ausgegeben. Es sollte eigentlich noch Jahrzehnte weiterlaufen. Offiziell ist von einer "Verschlankung" die Rede, Forschende kritisieren jedoch massive Datenverluste. Gerade jetzt sei das kritisch: Ohne die Sensoren fehlen wichtige Einblicke unter die Meeresoberfläche. Die Regierung unter US-Präsident Trump hatte zuletzt immer wieder die Forschung geschwächt, insbesondere im Bereich Klima und Umwelt.
    Diese Nachricht wurde am 03.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.