Gedenken an Sklaverei
US-Regierung muss entfernte Denkmäler nicht wieder aufstellen

Die US-Regierung muss vorerst keine Denkmäler und Gedenktafeln zu Themen wie Sklaverei und Rassismus wieder aufstellen. Ein Berufungsgericht hat eine entsprechende einstweilige Verfügung einer Bundesrichterin aus Boston wieder aufgehoben.

    US-Präsident Donald Trump spricht und hält Zeigefinger und Daumen seiner rechten Hand in die Höhe - während der Unterzeichnungszeremonie für den "Secure America Act" im Oval Office im Weißen Haus am 10. Juni 2026. Credit: CNP / AdMedia
    Ein Gericht hat Trumps Eingriffe in die Erinnerungskultur vorerst gestärkt. (picture alliance / CNP / AdMedia)
    Die Richterin hatte die Regierung verpflichtet, im Zuge eines Dekrets von Präsident Trump entfernte Erinnerungsorte innerhalb von 21 Tagen wiederherzustellen. Sie begründete dies damit, dass die Regierung versuche, die Geschichte der USA umzuschreiben.
    Trump hatte sein Innenministerium im März vergangenen Jahres angewiesen, Gedenkstätten und Ausstellungen darauf zu überprüfen, ob sie das Land in ein negatives Licht rücken. In der Folge wurden bundesweit unter anderem Hinweise auf Sklaverei sowie auf den Klimawandel aus Nationalparks und von öffentlichen Plätzen entfernt.
    Mehrere Organisationen aus den Bereichen Geschichte, Naturschutz und Wissenschaft hatten dagegen geklagt. Eine endgültige Entscheidung in dem Verfahren steht noch aus.
    Diese Nachricht wurde am 03.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.