Einstweilige Verfügung
US-Regierung muss Erinnerungen an die Sklaverei in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen wieder anbringen

Die US-Regierung muss ihre Eingriffe in die Erinnerungskultur in Nationalparks und an öffentlichen Plätzen vorerst rückgängig machen. Das hat eine Bundesrichterin entschieden.

    Ein Mitarbeiter des National Park Service legt seine Hand auf eine Tafel, die Teil einer Ausstellung zum Thema Sklaverei am "President’s House Site" in Philadelphia.
    Teil einer Ausstellung zum Thema Sklaverei am "President’s House Site" in Philadelphia. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Joe Lamberti)
    Das Vorgehen der Regierung habe zum Ziel, "die Geschichte der Nation mit einem Korrekturstift umzuschreiben", schrieb die Richterin aus Boston in ihrer einstweiligen Verfügung. Sie richtet sich an die Aufsichtsbehörde der Nationalparks, in deren Verantwortung auch öffentliche Denkmäler liegen
    US-Präsident Trump hatte sein Innenministerium im März vergangenen Jahres angewiesen, sämtliche Gedenkstätten, -tafeln, Statuen und Ähnliches darauf zu überprüfen, ob sie die Geschichte der USA in ein schlechtes Licht rücken. Als Grund nannte Trump einen angeblich breit angelegten Versuch, die Geschichte des Landes als rassistisch und unterdrückerisch umzuschreiben.
    In der Folge verschwanden bundesweit etwa Gedenktafeln, die Sklaverei thematisierten - so auch an George Washingtons ehemaligen Haus in Philadelphia.
    Diese Nachricht wurde am 13.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.