Ölhandel
US-Regierung verlängert Sanktionslockerungen für russisches Erdöl bis Mitte Mai

Die US-Regierung hat die Sanktionslockerungen für russisches Erdöl entgegen früherer Aussagen doch verlängert. Wie aus einem Dokument des Finanzministeriums hervorgeht, gilt die Ausnahmeregelung nun bis Mitte Mai. Zuletzt hatte Finanzminister Bessent eigentlich angekündigt, dass die Lockerungen nicht verlängert werden.

    Scott Bessent, US-Finanzminister, spricht während einer Pressekonferenz.
    US-Finanzminister Scott Bessent hatte eigenlich ein Ende der Sanktionslockerungen angekündigt. (Archivbild) (KEYSTONE / dpa / Laurent Gillieron)
    Die Regelung besagt, dass Öl-Produkte aus Russland, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden, ohne Sanktionen verkauft und transportiert werden dürfen. Diese Erlaubnis gilt explizit auch für die sogenannte Schattenflotte, die Russland nutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen.
    Durch die Lockerung erzielte Russland zusätzliche Gewinne in Milliardenhöhe durch Ölverkäufe insbesondere nach China und Indien. Vor allem in Europa stieß die Entscheidung der US-Regierung auf Ablehnung.
    Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.