Washington
US-Senatoren kritisieren Trumps Zoll-Drohung im Grönland-Konflikt

Im Konflikt um Grönland kommt auch aus der US-Politik Kritik an der Drohung von Präsident Trump mit zusätzlichen Zöllen gegen europäische Staaten.

    Der republikanische US-Senator Thom Tillis spricht im Parlament in Washington.
    US-Senator Thom Tillis (Archivbild) (dpa / AP / Sarah Silbiger)
    Die demokratische Senatorin Shaheen und der republikanische Senator Tillis erklärten, eine solche Rhetorik helfe Gegnern wie Russlands Präsident Putin und Chinas Staats- und Parteichef Xi, die eine Spaltung der NATO sehen wollten. Shaheen und Tillis sind Ko-Vorsitzende der parteiübergreifenden NATO-Beobachtergruppe des Senats. Der demokratische Minderheitsführer im US-Senat, Schumer, kündigte an, seine Partei werde in der Parlamentskammer ein Gesetz einbringen, um die Zölle zu blockieren, bevor sie der amerikanischen Wirtschaft und den Verbündeten in Europa weiteren Schaden zufügten.
    Vertreter der EU-Staaten kommen am Nachmittag in Brüssel zu einer Sondersitzung zusammen, um über die jüngsten Drohungen von US-Präsident Trump mit Strafzöllen zu beraten. Nach Angaben der zypriotischen Ratspräsidentschaft findet das Treffen auf Botschafterebene statt. EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen und Ratspräsident Costa erklärten, die EU stehe solidarisch an der Seite Dänemarks und des grönländischen Volkes.
    Trump hatte Strafzölle von zehn Prozent ab Februar für Staaten angekündigt, die seiner Forderung nach Kontrolle über Grönland entgegenstehen.
    Diese Nachricht wurde am 18.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.