
Shiffrin, eine der prominentesten und erfolgreichsten Wintersportlerinnen der Welt, war während der Spiele in Norditalien zur aktuellen politischen Situation in den USA befragt worden. Dabei hatte sie die Hoffnung geäußert, dass durch den Sport Werte wie Inklusion, Diversität und Höflichkeit befördert werden. Im Zusammenhang mit dieser Aussage wurde Shiffrin in Sozialen Netzwerken beleidigt und bedroht. Sie wurde etwa als "wertloses Stück Sch***" beschimpft. Ein User meinte deutlich ironisch: "Es wäre so schade, wenn du dich verletzt und nie wieder skifahren kannst". Jemand anderes schrieb: "Schäm dich, du Verräterin".Während der Spiele habe sie die Nachrichten nicht gelesen, erklärte Shiffrin.
Andere US-Sportlerinnen und -Sportler hatten sich ebenfalls während Olympia kritisch gegenüber der Politik von Präsident Trump geäußert. Auch deutsche Sportlerinnen machten Hasskommentare während der Winterspiele öffentlich, etwa die Biathletin Franziska Preuß.
Tischtennisspielerin Kaufmann berichtet von Morddrohungen
Die deutsche Tischtennisspielerin Annett Kaufmann berichtete während einer Gesprächsrunde mit der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" von erhaltenen Morddrohungen. Die Nachrichten habe sie beim Betreiber der entsprechenden Internetplattform gemeldet, seitdem sei aber nichts passiert. Sie und viele andere Mannschaftskolleginnen und -kollegen erhielten immer wieder Drohungen, beleidigende und sexistische Nachrichten, vor allem Frauen, sagte sie. Die 19-jährige Kaufmann hatte durch ihre erfolgreichen Auftritte während der Olympischen Sommerspiele in Paris 2024 bundesweit Bekanntheit erlangt.
Diese Nachricht wurde am 12.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
