Universität Stanford
US-Studie: Konkret formulierte Warnungen vor Alkoholkonsum wirken besser

Warnungen vor einem Krankheitsrisiko durch Alkoholkonsum sind laut einer Studie umso erfolgreicher, je konkreter sie sind. Forscher der Universität Stanford haben die bereits lange in den USA verpflichtenden Warnhinweise mit neuen, konkreter formulierten Warnungen verglichen.

    Eine Weinflasche mit dem Hinweis, dass Alkoholkonsum in der Schwangerschaft schädlich ist.
    Weinflasche mit Warnhinweis (Archivbild) (IMAGO / AAP / DEAN LEWINS)
    Bisher wird auf Risiken für Schwangere hingewiesen sowie darauf, dass man nicht betrunken Autofahren darf und allgemein, dass Alkohol "gesundheitliche Probleme verursachen kann". Die in der Studie neu getesteten Warnhinweise beinhalten Informationen dazu, dass Alkohol konkrete Krankheiten wie Krebs, Demenz oder Lebererkrankungen auslösen kann.
    Mehr als 1.000 Testpersonen wurden insgesamt zehn alte und neue Warnhinweise gezeigt. Sie bewerteten jede Botschaft danach, inwieweit sie sie dazu motivierte, weniger Alkohol zu trinken, sie an die Gefahren des Alkoholkonsums erinnerte oder ihnen neue Informationen vermittelte. Das Ergebnis: Werden die Krankheiten konkret benannt, wirkt die Warnung offenbar eher.
    In Deutschland sind derzeit keine Warnhinweise auf Alkoholflaschen vorgeschrieben. In der EU plant Irland, Warnungen vor Krebserkrankungen durch Alkoholkonsum einzuführen.
    Diese Nachricht wurde am 05.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.