Klima
US-Wetterbehörde NOAA: "El Niño" ist zurück - Steigendes Risiko für Dürren, Hitzewellen und Starkregen

Das Klimaphänomen El Niño ist zurück. Wie die US-Wetterbehörde NOAA mitteilte sind die "El-Niño-Bedingungen" bereits vorhanden. Es sei zu erwarten, dass sie sich bis in den Winter 2026/27 auf der Nordhalbkugel noch verstärken. 

    Blick aus der Luft auf den einen kleineren Teil des Stausees, der fast völlig ausgetrocknet ist. Er liegt in einer grünen Hügellandschaft. Darüber ein blauer Himmel mit Schäfchenwolken.
    Hitzefolgen: Der weitgehend ausgetrocknete Haweswater-Stausee im Tal von Mardale, Großbritannien. (Owen Humphreys / PA Wire / dpa)
    Laut den Meteorologen steigt damit das Risiko für Extremwetter mit mehr Hitzewellen und Überschwemmungen und einer womöglich rekordbrechenden globalen Durchschnittstemperatur.
    Die Weltorganisation für Meteorologie WMO ist bereits seit Monaten davon ausgegangen, dass sich "El Niño" in diesem Jahr entwickeln könnte. Zuletzt zeigte sich das alle zwei bis sieben Jahre natürlich auftretende Wetterphänomen in den Jahren 2023/24. Bei "El Niño" erwärmt sich die Wasseroberfläche im Pazifik, was sich weltweit auf Wind, Luftdruck und Niederschläge auswirkt.

    Weltorganisation für Meteorologie fordert Vorbereitungen auf Extremwetter

    Die Generalsekretärin der WMO, Saulo, forderte, weltweit Vorbereitungen auf extremes Wetter zu treffen. Der Einfluss auf die globale Durchschnittstemperatur könnte vor allem im kommenden Jahr zu spüren sein.
    Üblicherweise dauert "El Niño" neun bis zwölf Monate an. Es hat Fachleuten zufolge keinen Zusammenhang mit dem Klimawandel. Jedoch könnte die Erderwärmung die mit "El Niño" einhergehenden Extremwetterereignisse weiter verstärken.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.