Singapur
USA drängen NATO-Verbündete erneut zu höheren Verteidigungsausgaben

US-Verteidigungsminister Hegseth hat den NATO-Verbündeten erneut mit Konsequenzen gedroht, sollten diese ihre Verteidigungsausgaben nicht deutlich erhöhen.

    US-Verteidigungsminister Hegseth blickt beim Sicherheitsforum in Singapur mit ernster Miene einen Gesprächspartner an.
    Will erreichen, dass die NATO-Verbündeten mehr Geld in die Verteidigung stecken: US-Verteidigungsminister Hegseth. (AFP / JAM STA ROSA)
    Wer sich weigere, mehr Verantwortung zu übernehmen, werde mit einer deutlichen Reaktion umgehen müssen, sagte Hegseth beim Sicherheitsforum Shangri-La-Dialog in Singapur. Zugleich forderte er insbesondere westeuropäische Staaten auf, auf "Moralpredigten" zu verzichten, wenn sie mit den USA nicht einer Meinung seien. Zudem kündigte Hegseth wichtige Entscheidungen zur Sicherheit Europas an, ohne auf Einzelheiten einzugehen.
    Laut einem Bericht der "Welt am Sonntag" wollen die USA bei einer NATO-Konferenz im Juni darüber informieren, welche militärischen Fähigkeiten sie künftig nicht mehr oder nur noch eingeschränkt für die Verteidigung Europas bereitstellen werden.
    Die NATO-Mitgliedsstaaten hatten im vergangenen Jahr unter anderem zugesagt, bis 2035 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Verteidigung auszugeben. 
    Diese Nachricht wurde am 31.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.