Unabhängigkeitstag
USA feiern 250. Geburtstag

Die Vereinigten Staaten von Amerika feiern heute die 250-jährige Geschichte ihres Landes. Erinnert wird an die Loslösung von Großbritannien am 4. Juli 1776. Bundeskanzler Merz betonte in einem Telefonat mit US-Präsident Trump die "besondere Verbundenheit" Deutschlands mit den Vereinigten Staaten.

    Besucher in Washington vor der Absperrung zum Weißen Haus.
    Besucher in Washington vor der Absperrung zum Weißen Haus. (AP Photo / J. Scott Applewhite )
    An dem ohnehin traditionsreichen Feiertag werden dieses Jahr besonders große Feierlichkeiten erwartet: Größere Partys sind landesweit und in Metropolen wie New York, Boston und Los Angeles angekündigt. Präsident Trump will indes bei angekündigten knapp 42 Grad eine Rede halten.
    In der US-Hauptstadt Washington gibt es über den Tag verteilt eine Reihe von Events. Entlang der National Mall soll zunächst eine Unabhängigkeits-Parade stattfinden. Außerdem sollen zudem Kampfjets, Hubschrauber und die Air Force One über Washington fliegen.
    Das Feuerwerk am Abend soll dann einen Weltrekord aufstellen. 850.000 Feuerwerkskörper an zehn Standorten, unter anderem dem Reflecting Pool am Lincoln Memorial sowie in der Nähe des Flusses Potomac, sollen innerhalb von rund 40 Minuten gezündet werden.
    Der 4. Juli wird in den USA als Unabhängigkeitstag groß gefeiert. An diesem Tag im Jahr 1776 hatten Abgesandte der 13 amerikanischen Kolonien in Nordamerika die Unabhängigkeitserklärung verabschiedet, mit der sie sich als Vereinigte Staaten von Amerika von Großbritannien lösten. Die Unabhängigkeitserklärung gilt somit als Geburtsstunde der USA.

    Gratulationen von Steinmeier und Merz

    Bundespräsident Steinmeier würdigte die deutsch-amerikanische Freundschaft. Die gemeinsame Geschichte bedeute den Deutschen sehr viel, heißt es in einem Glückwunschschreiben an Trump. Sie sei eine Verpflichtung und schweiße die beiden Staaten zusammen. 250 Jahre USA seien ein Versprechen auf Freiheit, Recht und Selbstbestimmung. Diese Ideale hätten Weltgeschichte geschrieben und in besonderer Weise das Verhältnis zueinander geprägt. Deutsche hätten im 19. Jahrhundert geholfen, die amerikanische Republik zu erbauen. Umgekehrt wäre Deutschlands Weg zur Demokratie im 20. Jahrhundert ohne die USA undenkbar gewesen.
    Auch Bundeskanzler Merz gratulierte Trump zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten. In einem Telefonat habe der Bundeskanzler die "besondere Verbundenheit zwischen Deutschen und Amerikanern unterstrichen", teilte Regierungssprecher Kornelius mit. Zudem sagte er den USA zu, dass Deutschland mehr Verantwortung für die Sicherheit im euroatlantischen Raum übernehmen werde. Die NATO werde "europäischer, damit sie transatlantisch bleiben" könne, sagte Merz demnach.

    Papst ruft zu Mäßigung in den USA auf

    Papst Leo XIV. rief die Menschen in den USA zur Mäßigung im öffentlichen Diskurs auf. In einer Videobotschaft zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung warb das Oberhaupt der katholischen Kirche für mehr Respekt gegenüber anderen Meinungen und die Suche nach Gemeinsamkeiten. Zugleich erinnerte der in Chicago geborene Papst daran, dass die Geschichte seines Heimatlandes von aufeinanderfolgenden Wellen von Einwanderern geprägt wurde. Bereits in der Vergangenheit hatte der Papst das harte Vorgehen gegen Einwanderer in den Vereinigten Staaten kritisiert.
    Diese Nachricht wurde am 04.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.