Nach Versandverbot
USA: Hersteller von Abtreibungspille ziehen vor Obersten Gerichtshof

In den USA haben zwei ​Pharmahersteller den Obersten Gerichtshof angerufen, um den Versandhandel für die Abtreibungspille Mifepriston wiederherzustellen.

    Packung der Abtreibungspille Mifeprex
    Das Abtreibungsmedikament Mifepriston wird unter dem Namen Mifeprex vertrieben (imago/UPI PhotoMifeprex)
    ‌Ein Berufungsgericht hatte die Zustellung des Medikaments per Post vorläufig blockiert und damit den Zugang landesweit erheblich eingeschränkt, insbesondere in Bundesstaaten, die Abtreibungen bereits verboten haben. Die Entscheidung des Gerichts sorge für Verwirrung und Verunsicherung, teilten die klagenden Unternehmen Danco und GenBioPro mit. Man setze sich für das Recht aller Menschen auf Zugang zu einer sicheren ⁠und ⁠erschwinglichen Gesundheitsversorgung ein.
    Der Oberste Gerichtshof hatte 2022 das Recht auf Abtreibung gekippt. Mifepriston wird bei etwa zwei Dritteln ​der Abtreibungen in den USA eingesetzt. Die FDA hatte 2023 eine Vorschrift aufgehoben, die eine persönliche Aushändigung von Mifepriston vorschrieb, und den Versand per Post erlaubt.
    Diese Nachricht wurde am 03.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.