
Dem 94-Jährigen wird vorgeworfen, als damaliger Verteidigungsminister den Abschuss von zwei amerikanischen Zivilflugzeugen vor 30 Jahren mitverantwortet zu haben. Damals kamen vier Menschen ums Leben, darunter drei US-Bürger. Justizminister Blanche sagte, Castro werde in den Vereinigten Staaten vor Gericht gestellt werden. Entweder komme er freiwillig - oder aber auf andere Weise. Nähere Angaben dazu, wie Castro ins Land kommen solle, machte er nicht. Die kommunistische Regierung in Havanna bezeichnete die Klage als politisch motiviert und ohne rechtliche Grundlage. Damit solle lediglich eine militärische Aggression gegen Kuba gerechtfertigt werden.
US-Präsident Trump hat bereits mehrfach von einer Übernahme Kubas gesprochen und eine Energieblockade gegen den Inselstaat verhängt. Sein Außenminister Rubio sprach in einer Videobotschaft zum kubanischen Unabhängigkeitstag von einem möglichen neuen Kapitel im gegenseitigen Verhältnis. Dies gelte jedoch nur für die Bewohner Kubas, nicht für dessen Führung.
Diese Nachricht wurde am 20.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
