
Die USA hatten ihn im Mai errichtet, um auf dem Seeweg Hilfslieferungen in das Palästinensergebiet zu ermöglichen. Durch hohen Seegang war die Anlagestelle zwischenzeitlich beschädigt worden. Zudem gab es teils Probleme bei der Verteilung der Hilfsgüter. Das US-Militär sprach dennoch von einer erfolgreichen Mission. Über die Anlagestelle sei es in den vergangenen Monaten gelungen, die Zivilbevölkerung in Gaza schnell zu versorgen.
Der etwa 300 Millionen US-Dollar teure Pier war von Beginn an als vorübergehende Lösung gedacht. Frachter brachten Hilfslieferungen von Zypern zu einer schwimmenden Plattform einige Kilometer vor der Küste des Gazastreifens. Die Güter wurden dort auf kleinere Schiffe verladen, die näher an die Küste heranfahren konnten. Diese legten schließlich an dem an der Küste befestigten Pier an, von wo aus die Lieferungen von Hilfsorganisationen entgegengenommen und verteilt wurden.
Die US-Regierung hatte stets betont, dass der Korridor über das Mittelmeer die Hilfslieferungen über den Landweg und aus der Luft nicht ersetze, sondern lediglich ergänzen sollte. Über den Hafen von Ashdod in Israel sei nun eine alternative Route für die Lieferung von Hilfsgütern in den abgeriegelten Küstenstreifen geplant, teilte das US-Militär mit. Details wurden nicht genannt.
Diese Nachricht wurde am 18.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.