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Nach Wagner-Aufstand
USA sprechen von "Rissen" im russischen Machtgefüge - Moskau versichert sich der Unterstützung Chinas und Nordkoreas

Die US-Regierung sieht im inzwischen abgebrochenen Aufstand der Söldner-Gruppe Wagner ein Zeichen der Schwäche Russlands.

25.06.2023
    Vier Sicherheitskräfte patrouillieren auf dem Roten Platz in Moskau, im Hintergrund ist die Kathedrale mit bunten Zwiebeltürmchen zu sehen
    Sicherheitskräfte auf dem Roten Platz in Moskau (picture alliance / dpa / TASS / Artyom Geodakyan)
    US-Außenminister Blinken sagte dem Sender ABC, die Krise in Russland offenbare Risse an der Spitze des Staates. Er glaube nicht, dass man schon den letzten Akt der Unruhen gesehen habe.
    Der Kreml versicherte sich der Unterstützung Chinas. Der stellvertretende Außenminister Rudenko flog zu Gesprächen nach Peking. Dabei stellte sich die chinesische Regierung nach Angaben Moskaus hinter Putin. Auch Nordkorea versicherte seine Unterstützung.
    Der CDU-Außenpolitiker Röttgen sieht die Autorität Putins stark beschädigt. Der russische Staatschef werde sich von diesem Putschversuch nicht mehr erholen. Auch die FDP-Verteidigungspolitikerin Strack-Zimmermann sprach von einer Demütigung Putins. Zugleich verwies sie auf die Chance, dass die Ukraine sich nun erfolgreicher zur Wehr setzen könne.
    Das russische Fernsehen strahlte ein Interview mit Putin aus, das aber offenbar vor dem Aufstand aufgezeichnet wurde. Darin zeigte er sich zuversichtlich, alle Pläne und Aufgaben im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine umzusetzen.
    Die Wagner-Kämpfer hatten gestern Abend den Aufstand gegen die russische Militärführung beendet. Die Regionalgouverneure aus Woronesch, Lipezk und Rostow melden, die Kämpfer hätten sich zurückgezogen.
    Diese Nachricht wurde am 25.06.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.