Ölhandel
USA verlängern Sanktionslockerungen für russisches Erdöl

Die US-Regierung hat die Lockerung der Sanktionen auf russisches Erdöl doch verlängert. Wie aus einem Dokument des Finanzministeriums hervorgeht, gilt die Ausnahmeregelung nun bis zum 16. Mai. Finanzminister Bessent hatte diese Woche erklärt, dass die Lockerungen nicht verlängert würden.

    Scott Bessent, US-Finanzminister, spricht während einer Pressekonferenz.
    US-Finanzminister Scott Bessent hatte eigenlich ein Ende der Sanktionslockerungen angekündigt. (Archivbild) (KEYSTONE / dpa / Laurent Gillieron)
    Die Regelung besagt, dass Öl-Produkte aus Russland, die vor dem 12. März auf Schiffe verladen wurden, ohne Sanktionen verkauft und transportiert werden dürfen. Diese Erlaubnis gilt explizit auch für die sogenannte Schattenflotte, die Russland nutzt, um internationale Sanktionen zu umgehen.
    Nach Angaben der Internationalen Energieagentur konnte Russland seine Einnahmen aus dem Ölgeschäft durch die Lockerung nahezu verdoppeln. Die zusätzlichen Gewinne in Milliardenhöhe wurden demnach durch Verkäufe insbesondere nach China und Indien erzielt.
    Der Kreml nutzt die Einnahmen aus der Ölindustrie zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine. Vor allem in Europa stieß die Entscheidung der US-Regierung auf Ablehnung.
    Diese Nachricht wurde am 18.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.