Irankrieg
USA will UNO-Resolution zur Straße in Hormus - wieder Gefechte

Die USA wollen gemeinsam mit Verbündeten aus der Golfregion eine Resolution zur Straße von Hormus im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen einbringen.

    Frachtschiffe, darunter Massengutfrachter und Stückgutschiffe, liegen vor der Küste vor Anker, während im Vordergrund ein kleines Motorboot vorbeifährt
    Frachtschiffe ankern in der Straße von Hormus. Der Iran droht bei einer Durchfahrt mit Angriffen. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Amirhosein Khorgooi)
    Das teilte UNO-Botschafter Waltz mit. Die Resolution solle ermöglichen, den Iran für die monatelange Blockade der wichtigen Wasserstraße zur Rechenschaft zu ziehen. Teheran solle verpflichtet werden, nicht länger Seeminen in der Straße von Hormus zu verlegen und deren Zahl sowie Standorte offenzulegen. Zudem solle die Islamische Republik sämtliche Versuche unterlassen, Zölle für die Passage der Meerenge zu erheben.
    Die Lage in der Straße von Hormus hatte sich heute zugespitzt. Das US-Militär gab an, sechs iranische Schnellboote versenkt zu haben, nachdem diese in der Meerenge zivile Schiffe angegriffen hätten. Zwei Handelsschiffe hätten zuvor unter dem Schutz der USA erfolgreich die Meerenge passiert. Teheran bestreitet beide Berichte. Das iranische Militär griff unterdessen mehrere Golfstaaten an. Ein iranischer Drohnenangriff löste unter anderem ein Feuer in einer Ölanlage in Fudschaira im Osten der Emirate aus. Das Verteidigungsministerium der Emirate sprach von einer gefährlichen Eskalation. Der Iran bezeichnete die Angriffe als Reaktion auf das Vorgehen der USA.
    Diese Nachricht wurde am 04.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.