Archiv

Krieg im Gazastreifen
USA wollen über Seekorridor Zivilisten mit Hilfsgütern versorgen. Deutschland unterstützt das Projekt

Die USA wollen zur Versorgung der palästinensischen Zivilisten im umkämpften Gazastreifen einen Seekorridor einrichten.

    Der Bau eines provisorischen Hafens soll nach Angaben des Pentagons mehrere Wochen dauern. Bis zu tausend Kräfte könnten dabei vor Ort eingesetzt werden, nicht aber Truppen. Washington sei dabei, die Einzelheiten mit Partnerländern im Nahen Osten sowie mit Hilfsorganisationen zu besprechen, hieß es. Präsident Biden betonte, Israel werde für die Sicherheit des provisorischen Hafens sorgen. Die Bundeswehr will sich an dem Seekorridor beteiligen. Bundeskanzler Scholz kündigte an, gemeinsam mit den USA, Katar und weiteren Staaten wolle man dafür sorgen, dass mehr Hilfe nach Gaza gelange. Am Wochenende sollen erste Hilfslieferungen auf dem Seeweg von Zypern direkt nach Gaza gelangen.
    Inzwischen wird das Gebiet, in dem sich hundertausende Zivilisten aufhalten, auch aus der Luft versorgt. Fünf Menschen wurden zuletzt von einer vom Himmel stürzenden Ladung erschlagen, weil sich ein Fallschirm nicht richtig geöffnet hatte.
    Diese Nachricht wurde am 08.03.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.