Kampf gegen Drogenschmuggel
USA wollen venezolanisches Kartell auf Terrorliste setzen; Präsident Trump: Gespräche mit Maduro möglich

Die USA wollen inmitten der wachsenden Spannungen mit Venezuela das Drogenkartell "Cartel de los Soles" als ausländische Terrororganisation einstufen.

    US-Außenminister Marco Rubio im Portrait; er trägt Anzug, ein weißes Hemd und eine rote Krawatte.
    US-Außenminister Marco Rubio (picture alliance / Consolidated News Photos / Francis Chung - Pool via CNP)
    US-Außenminister Rubio sagte in Washington, das Kartell sei für Drogenschmuggel großen Stils in die USA und nach Europa verantwortlich. Dagegen müsse man entschieden vorgehen. Zudem sei es erwiesen, dass die kriminelle Organisation vom venezolanischen Machthaber Maduro angeführt werde, erklärte Rubio. Venezuela wies die Vorwürfe zurück.

    Trump: "Sie möchten gerne reden"

    US-Präsident Trump deutete vage mögliche Verhandlungen mit dem Land an. Er sagte zu Journalisten, man werde möglicherweise Gespräche mit Maduro führen. "Sie möchten gerne reden'", sagte Trump. Konkreter wurde er nicht.
    Die US-Streitkräfte setzten unterdessen ihre Militärschläge gegen mutmaßliche Drogenschmugglerboote fort. Wie ein Sprecher des Pentagon mitteilte, wurden beim jüngsten Angriff im östlichen Pazifik drei Menschen getötet. Das Weiße Haus in Washington begründete die Aktion abermals damit, dass das Boot zum Transport von Drogen benutzt worden sei.
    In den vergangenen Wochen versenkten die US-Streitkräfte in der Karibik und im Pazifik rund 21 Boote. Etwa 80 Menschen wurden dabei getötet. Der US-Flugzeugträger "Gerald R. Ford" wurde in das Gebiet verlegt. Die Anwesenheit starker US-Marineverbände wird auch als Drohung an Maduro gewertet.
    Diese Nachricht wurde am 17.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.