Berliner Morgenpost
Vater von mutmaßlichem CSD-Attentäter soll schwul sein

Einem Medienbericht zufolge hat der mutmaßliche deutsch-libanesische CSD-Attentäter neben dem dschihadistischen auch ein persönliches Motiv gehabt.

    Die Sonne scheint auf Blumen und eine Progress-Pride-Fahne, die zum Gedenken an die Opfer des Anschlags auf den CSD abgelegt wurden.
    Die Sonne scheint auf Blumen und eine Progress-Pride-Fahne, die zum Gedenken an die Opfer des Anschlags auf den CSD abgelegt wurden. (picture alliance/dpa | Sebastian Christoph Gollnow)
    Wie die Berliner Morgenpost unter Verweis auf Sicherheitskreise berichtete, soll sein Vater schwul sein und mit seinem Partner zusammengelebt haben. Dies könne womöglich das Anschlagsziel CSD erklären, heißt es. Die Mutter, bei der er gelebt habe, sei indes streng muslimisch. Wie das Blatt weiter schreibt, war der 21-Jährige bereits als Grundschüler auffällig aggressiv, weshalb er dringend zur Diagnostik sollte. Die Eltern hätten jedoch nicht kooperiert. Nach zehn Jahren verließ er demnach die Förderschule ohne Abschluss und Perspektive. Er kam wegen Körperverletzung und räuberischer Erpressung mit dem Gesetz in Konflikt, später auch, weil er versuchte, zunächst nach Mauretanien, dann in den Nahen Osten auszureisen, um sich Dschihadisten anzuschließen. Zuletzt hatten Ermittler ein Video auf seinem Handy gefunden, in dem er der Terrorgruppe IS die Treue schwört.
    Polizisten erschossen ihn am Wochenende bei einem Zugriffsversuch. Durch den Anschlag starb eine Frau, 31 Menschen wurden verletzt.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.