Eigentlich ist Jürgen Hartwig ja Architekt, und eigentlich spricht er auch deutsch. Doch heute steht der einzige Jackett tragende Mann hier auf dem Platz vor der alten Kasernen-Kantine als "Vauban-Guide". Um Hartwig herum scharen sich 15 erfahrene Architekten aus der französischen Schweiz und Kanada - alle mit dicken Informationsmappen unter dem Arm. Es ist Mittwochmittag, und auf dem Platz herrscht buntes Markttreiben. Doch die Architekten interessiert das weniger. Gespannt folgen sie ihrem Vauban-Guide. Hartwig bahnt sich den Weg durch die Stände des Ökomarktes, biegt in einen kleinen Kiesweg - denn nicht alle Wege hier sind asphaltiert:
"Es ähnelt einer Reihenhaussiedlung - allerdings viel bunter! Denn jedes der Niedrigenergiehäuser sieht anders aus: Es gibt blaue, rote, gelbe Holzfassaden, Glasvorbauten, Metall-Konstruktionen. Genau deshalb sind die Architekten hier, um das Vauban sehen zu können, weil wir haben es im Katalog, dort ist es bereits beschrieben, ist es sehr gut beschrieben, aus dem Internet. Das in Wirklichkeit zu sehen, das ist das Wichtigste für uns."
Antoine Palmer, ein Kanadier um die 30, handelt mit Immobilien:
"In Kanada haben die Leute viel Geld, es gibt viel Öl, aber die Leute wissen, dass das nicht ewig anhalten wird."
Also macht sich Antoine Palmer hier in Freiburg schlau, sozusagen als kanadischer Pionier in Sachen energiesparendes Bauen - denn das sei auch in Kanada stark im Kommen.
Die Architekten knipsen Fotos, machen sich Notizen - der erste Eindruck?
"Sehr gut, weil die Farben, es ist sehr ansprechbar und es ist sehr sauber und aufgeräumt, was man ja nicht sieht, im Internet, der erste Eindruck ist sehr gut."
Doch wer hier gebaut hat, musste bestimmte Energie-Spielregeln einhalten. Hartwig zeigt auf ein Haus mit Holzfassade:
"Das sieht erst mal ganz normal aus, aber das Haus braucht ein Zehntel der Heizenergie eines normalen Hauses."
Dafür kostet dieses Passivhaus auch fünf bis sechs Prozent mehr als ein normales Haus. Doch die meisten Häuser im Vauban sind keine Passivhäuser - aber sie brauchen ein Drittel weniger Energie als sonst üblich. Und: Strom und Wärme kommen von einem besonders effizienten Blockheizkraftwerk, das zudem noch mit nachwachsenden Rohstoffen - mit Holzhackschnitzel - betrieben wird. Was die Architekten am meisten beeindruckt:
"Das ist die Stille, es ist kein Autolärm, man hört nichts, und ist trotzdem inmitten der Stadt Freiburg, das ist beeindruckend."
Doch, die Kinder hört man überall - und sie standen bei der Planung im Vordergrund - Spielstraßen, Spielplätze, Kindergarten, Schulen - alles gibt's im Viertel.
Und es gibt die Straßenbahn, Car-Sharing und unendlich viele Fahrräder - denn nur jeder Zehnte hier hat ein Auto.
Die Architekten bombardieren Hartwig mit Fragen. Ihr Ziel ist klar, sie sind hier, um sich was abzuschauen:
"Darum geht es genau, wir haben Bürgermeister, Stadträte, Firmen, die alle hier herkommen und sagen: Ja gut, wir haben gehört, da gibt es tolle Beispiele, zum Beispiel hier in Freiburg"
Die Japaner waren die ersten, die kamen - mittlerweile gibt's quasi ein zweites Vauban in Japan. Dann kamen die Franzosen, jetzt die Amis und Chinesen:
"Diese fünf Stunden Besichtigung verändern vielleicht einen ganzen Stadtteil wo anders. Und das macht Freude, wenn man das weiß."
"Es ähnelt einer Reihenhaussiedlung - allerdings viel bunter! Denn jedes der Niedrigenergiehäuser sieht anders aus: Es gibt blaue, rote, gelbe Holzfassaden, Glasvorbauten, Metall-Konstruktionen. Genau deshalb sind die Architekten hier, um das Vauban sehen zu können, weil wir haben es im Katalog, dort ist es bereits beschrieben, ist es sehr gut beschrieben, aus dem Internet. Das in Wirklichkeit zu sehen, das ist das Wichtigste für uns."
Antoine Palmer, ein Kanadier um die 30, handelt mit Immobilien:
"In Kanada haben die Leute viel Geld, es gibt viel Öl, aber die Leute wissen, dass das nicht ewig anhalten wird."
Also macht sich Antoine Palmer hier in Freiburg schlau, sozusagen als kanadischer Pionier in Sachen energiesparendes Bauen - denn das sei auch in Kanada stark im Kommen.
Die Architekten knipsen Fotos, machen sich Notizen - der erste Eindruck?
"Sehr gut, weil die Farben, es ist sehr ansprechbar und es ist sehr sauber und aufgeräumt, was man ja nicht sieht, im Internet, der erste Eindruck ist sehr gut."
Doch wer hier gebaut hat, musste bestimmte Energie-Spielregeln einhalten. Hartwig zeigt auf ein Haus mit Holzfassade:
"Das sieht erst mal ganz normal aus, aber das Haus braucht ein Zehntel der Heizenergie eines normalen Hauses."
Dafür kostet dieses Passivhaus auch fünf bis sechs Prozent mehr als ein normales Haus. Doch die meisten Häuser im Vauban sind keine Passivhäuser - aber sie brauchen ein Drittel weniger Energie als sonst üblich. Und: Strom und Wärme kommen von einem besonders effizienten Blockheizkraftwerk, das zudem noch mit nachwachsenden Rohstoffen - mit Holzhackschnitzel - betrieben wird. Was die Architekten am meisten beeindruckt:
"Das ist die Stille, es ist kein Autolärm, man hört nichts, und ist trotzdem inmitten der Stadt Freiburg, das ist beeindruckend."
Doch, die Kinder hört man überall - und sie standen bei der Planung im Vordergrund - Spielstraßen, Spielplätze, Kindergarten, Schulen - alles gibt's im Viertel.
Und es gibt die Straßenbahn, Car-Sharing und unendlich viele Fahrräder - denn nur jeder Zehnte hier hat ein Auto.
Die Architekten bombardieren Hartwig mit Fragen. Ihr Ziel ist klar, sie sind hier, um sich was abzuschauen:
"Darum geht es genau, wir haben Bürgermeister, Stadträte, Firmen, die alle hier herkommen und sagen: Ja gut, wir haben gehört, da gibt es tolle Beispiele, zum Beispiel hier in Freiburg"
Die Japaner waren die ersten, die kamen - mittlerweile gibt's quasi ein zweites Vauban in Japan. Dann kamen die Franzosen, jetzt die Amis und Chinesen:
"Diese fünf Stunden Besichtigung verändern vielleicht einen ganzen Stadtteil wo anders. Und das macht Freude, wenn man das weiß."