Krise in der Automobilindustrie
VDA-Chefin Müller fordert mehr Entgegenkommen von Gewerkschaften und bessere Standortbedingungen

Angesichts der Krise in der deutschen Automobilindustrie hat die Chefin des Branchenverbands VDA, Müller, Verbesserungen für den Produktionsstandort Deutschland gefordert.

    Hildegard Müller, Präsidentin des Automobilverbands VDA, spricht an einer Pressekonferenz.
    Hildegard Müller, Präsidentin des Automobilverbands VDA (Sven Hoppe / dpa / Sven Hoppe)
    Die Politik müsse Autobauer und Zulieferer bei Energiepreisen, Bürokratie und Steuern entlasten, sagte Müller im Deutschlandfunk. Auch von den Gewerkschaften forderte die VDA-Präsidentin mehr Entgegenkommen, zum Beispiel mit Blick auf längere Arbeitszeiten. So könne Deutschland im internationalen Vergleich wieder attraktiver werden. Zudem betonte Müller, grundsätzlich sei die Transformation zur E-Mobilität mit einem Abbau von Arbeitsplätzen verbunden, weil Elektromotoren weniger aufwändig zu produzieren seien.
    Zuletzt hatte der Autohersteller VW angekündigt, weltweit bis zu 50.000 weitere Stellen abzubauen. Als Grund nannte Konzernchef Blume die um 20 Prozent höheren Gemeinkosten als bei vergleichbaren Unternehmen.
    Diese Nachricht wurde am 14.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.