Dienstag, 04. Oktober 2022

Venezuela
Papst fordert Ende der Gewalt

Papst Franziskus hat ein Ende der Gewalt in Venezuela angemahnt. In seiner wöchentlichen Generalaudienz rief er die Konfliktparteien dazu auf, sich für Versöhnung einzusetzen. "Ich hoffe, dass die Gewalt möglichst bald endet und dass die Venezolaner, vor allem die Politiker und die verantwortlichen Institutionen, sich für nationale Versöhnung durch gegenseitige Vergebung und einen ehrlichen Dialog einsetzen", sagte das Oberhaupt der Katholiken.

26.02.2014

    In der venezuelanischen Stadt Altamira ist am 24.02.2014 ein vermummter Demonstrant zu sehen, der einen Schild aus Wellblech trägt und von Qualm umgeben ist.
    Bei den Demonstrationen kamen bislang mindestens 13 Personen ums Leben. (picture alliance / dpa / Miguel Gutierrez)
    Seit zwei Wochen wird in vielen Regionen des südamerikanischen Landes immer wieder gegen die Politik von Präsident Nicolas Maduro protestiert - vor allem gegen die hohe Inflation, die Kriminalitätsrate und Nahrungsmittelengpässe. Bei Auseinandersetzungen zwischen den Protestierenden und Sicherheitskräften sind bislang mindestens 13 Menschen getötet und Hunderte verletzt worden.
    Bischöfe verurteilen Polizeigewalt
    Die Regierungsgegner werfen den Sicherheitskräften übertriebene Brutalität vor - und erhielten darin Unterstützung von den katholischen Bischöfen des Landes, die das Vorgehen der Polizei verurteilten. Diese habe "jede Grenze überschritten" und irreparable Konsequenzen verursacht.
    Präsident Maduro ist erst seit zehn Monaten im Amt, er wurde mit knapper Mehrheit zum Nachfolger des verstorbenen Hugo Chavez gewählt. Der 51-jährige frühere Busfahrer und Gewerkschaftsfunktionär hat die Spitzen von Kirche, Wirtschaft und Opposition zu einer "nationalen Friedenskonferenz" in den Präsidentenpalast eingeladen. Es wird allerdings erwartet, dass die Opposition das Treffen boykottiert.
    Papst Franziskus spricht hinter einem Rednerpult stehend in ein Mikrofon.
    Papst Franziskus fordert ein Ende der Gewalt. (AFP / Filippo Monteforte)