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Venus, Jupiter und Spica

Zwei Planeten und ein Stern bilden an den nächsten Abenden eine hübsche Dreierkette über dem Westhorizont. Von links nach rechts sind es der Stern Spica, der Planet Jupiter und der Planet Venus. Venus ist die hellste des Trios, gefolgt von Jupiter.

Von Damond Benningfield |
    Durch die Nähe zu den hellen Planeten hat Spica einen markanten Platz. Venus und Jupiter sind nicht nur die hellsten in dieser Lichterkette, sie sind nach dem Mond auch die hellsten Objekte des Nachthimmels. Dafür gibt es mehrere Gründe:

    Die Venus ist besonders hell, weil sie ein naher Nachbar der Erde ist und weil sie von einer dichten Wolkendecke umhüllt ist, die rund 75 Prozent des Sonnenlichts reflektiert, das auf sie trifft.

    Auch Jupiter ist in Wolken gehüllt. Doch ist er viel weiter von der Sonne und von der Erde entfernt. Ihn trifft weniger Sonnenlicht und weniger des von ihm reflektierten Lichts trifft die Erde. Seine Helligkeit verdankt er seiner Größe. Als größter Planet des Sonnensystems hat er den zwölffachen Venusdurchmesser.

    Spica dagegen ist ein wirklicher Stern, der sein Licht selbst produziert. Er ist noch leicht zu erkennen, obwohl er millionenfach weiter von uns entfernt ist als die Planeten - ca. 260 Lichtjahre.

    Beobachten Sie Spica, Jupiter und Venus am frühen Abend, wenn sie über dem Westhorizont eine Lichterkette bilden. Bis zum Monatsende werden sich die drei Objekte immer näher kommen.