Venus, Merkur, Saturn, Jupiter und der Mond Mondsichel mit planetarer Viererkette

Kurz nach Sonnenuntergang kommt es tief am Südwesthimmel zu einem besonderen Gruppentreffen. Am noch von der Abenddämmerung aufgehellten Firmament lassen sich unser Mond und die Planeten Jupiter, Saturn, Merkur und Venus erspähen.

Von Dirk Lorenzen | 04.01.2022

Nach Sonnenuntergang zeigen sich am Südwesthimmel die Mondsichel und die Planeten Jupiter, Saturn, Merkur und – mit viel Glück – auch noch die Venus.
Nach Sonnenuntergang zeigen sich am Südwesthimmel die Mondsichel und die Planeten Jupiter, Saturn, Merkur und – mit viel Glück – auch noch die Venus. (Stellarium)
Am auffälligsten ist Jupiter. Er leuchtet am höchsten und am weitesten links in der Viererkette. Ein Stück rechts unterhalb ist mit viel Glück der Ringplanet Saturn auszumachen – der lichtschwächste der vier.
Etwas tiefer zeigt sich heute Abend die Mondsichel. Noch dichter am Horizont als Saturn befindet sich Merkur, der kleinste und innerste Planet im Sonnensystem. Ein Stück rechts von ihm leuchtet schließlich die Venus. Sie ist zwar sehr hell, steht aber von allen am tiefsten. Stünde auch noch Mars in dieser Himmelsgegend, so wären alle fünf mit bloßem Auge sichtbaren Planeten dort versammelt.

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Das himmlische Beisammensein ist nur bei absolut klarem Himmel zu verfolgen – und der Blick an den Südwesthorizont muss frei von Bäumen, Bergen und Häusern sein.
Wer heute Abend die Viererkette mit Mond verpasst, wird spätestens übermorgen die dann viel höher stehende Mondsichel mit Jupiter erkennen. Die beiden setzen sich auch bei nicht ganz perfekten Bedingungen durch.
Die Vierergruppe löst sich schnell auf. Die Venus eilt bis zum Wochenende auf die Sonne zu, auch Merkur und Saturn verschwinden innerhalb der nächsten zwei Wochen. Einzig der zunehmende Mond lässt sich nun Abend für Abend verfolgen: In der Nacht zum 18. Januar strahlt er als Vollmond in den Zwillingen.