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Venustransit

Morgen erleben Sie ein seltenes astronomisches Ereignis. Die Venus wandert vor der Sonnenscheibe vorbei. Schützen Sie Ihre Augen und beobachten Sie den kleinen dunklen Punkt auf der hellen Sonne.

Von Damond Benningfield |
    1882 gab es den letzten Venusdurchgang. Diese Transits treten in Paaren auf. Zwischen dem morgigen und dem nächsten liegen nur acht Jahre. Danach muss man wieder mehr als ein Jahrhundert bis zum nächsten warten.

    Die Venusdurchgänge im 18. und 19. Jahrhundert gehörten zu den intensivst beobachteten astronomischen Ereignissen der Geschichte. Astronomen nutzten das himmlische Geschehen, um den Abstand der Erde zur Sonne zu bestimmen.

    Heute kennen wir diesen Abstand mit größter Genauigkeit. Deshalb erregen Venusdurchgänge jetzt weniger wissenschaftliches Interesse. Aber immer noch werden sie von Himmelsfreunden mit Spannung beobachtet.

    Sechs Stunden lang können Sie das morgige Schauspiel eines Venustransits genießen. Um zwanzig Minuten nach sieben berührt die Venus den östlichen Rand der Sonnenscheibe. Etwa drei Stunden später hat unser Nachbarplanet die Hälfte seines Weges über den unteren Teil der Sonnenscheibe zurück gelegt. Nach weiteren drei Stunden hat er seine Wanderung vor dem hellen Hintergrund der Sonne beendet.

    Achten Sie darauf, dass Sie Ihre Augen bei der Beobachtung schützen. Das ungefilterte Sonnenlicht kann Ihren Augen bis hin zur Erblindung schaden. Ideal sind Schutzbrillen, wie es sie zur Sonnenfinsternis gab. Sollte das Wetter uns einen Strich durch die Rechnung machen und sich die Sonne hinter Wolken verstecken, können Sie den gesamten Venustransit im Internet verfolgen – und zwar unter www.vt-2004.org.