Haushalt
Verbände freuen sich über mehr Geld vom Bund für Spitzensport

Sportverbände erwarten Verbesserungen für den Spitzensport durch mehr Geld vom Bund. Die Bundesregierung will im nächsten Jahr mehr als 361 Millionen Euro für den Sport ausgeben. Auch die direkte Athletenförderung soll angehoben werden.

    Eine Läuferin kniet mit einem Knie auf der Startbahn. Beide Arme stützen sich auf dem Boden ab.
    Auch die direkte Athletenförderung soll angehoben werden. (picture alliance / BEAUTIFUL SPORTS / R. Schmitt)
    Im Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2026 war der Sport mit rund 359 Millionen Euro veranschlagt. Im Haushalt 2025 waren noch rund 333 Millionen Euro vorgesehen, im Jahr davor 282,55 Millionen Euro.
    Der Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes, Otto Fricke, erklärte, die zusätzlichen Mittel für die Olympiavorbereitung, für das Leistungssportpersonal sowie für die zentralen Maßnahmen der Verbände würden bessere Rahmenbedingungen schaffen und stellten den Sport auf ein gutes Fundament. Die Ausgaben seien Investitionen in die gesamte Gesellschaft und in die gemeinschaftliche Zukunft.
    Der DOSB erklärte, für den Erfolg des gesamten Systems müssten Sportstätten modernisiert werden. Es sei wichtig, dass angekündigte Investitionen konsequent umgesetzt würden.
    Der Vorstandssprecher der Stiftung Deutsche Sporthilfe, Max Hartung, sagte, der Regierungsentwurf sei ein Meilenstein für Athletinnen und Athleten. Die geplante Erhöhung der Bundesmittel für die Sporthilfe um 4,5 Millionen Euro greife den Mehrbedarf auf. Hartung betonte, dies ermögliche die deutlichste Verbesserung der direkten Athletenförderung seit Jahren. Die Erhöhung werde einen spürbaren Unterschied im Alltag machen. Der Sprecher äußerte die Hoffnung, dass die erhöhten Ausgaben das parlamentarische Verfahren überstehen.
    Am Montag hatte das Bundeskabinett den Haushaltsentwurf beschlossen. Er benötigt noch die Zustimmung des Bundestags.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.