"Gefahr für künstlerische Freiheit"
Verbände kritisieren kulturpolitische Positionen der AfD

Vier Monate vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt wenden sich Künstlerverbände gegen die Kulturpolitik der AfD. In einer gemeinsamen Stellungnahme bekräftigen die bundesweit agierenden Verbände die Vielfalt und Freiheit der Kunst.

    Ein Mann trägt eine Deutschlandfahne und eine Weste, auf der das AfD-Logo und die Aufschrift "Deutschland. Aber normal" zu sehen sind.
    "Normal" und patriotisch - oder eine Gefahr für die Demokratie? (Matthias Bein / dpa / Matthias Bein)
    Die AfD in Sachsen-Anhalt propagiere hingegen eine patriotische Kulturpolitik und stelle damit eine Gefahr für demokratische Grundwerte, für künstlerische Freiheit und Vielfalt in Deutschland dar. In aktuellen Umfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt kommt die AfD auf mehr als 40 Prozent.
    Unter anderem der Deutsche Künstlerbund und die Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste fordern in der Stellungnahme, die grundgesetzlich garantierte Staatsferne der Kulturförderung weiterhin aufrechtzuerhalten. Öffentliche Kulturinstitutionen müssten als Orte pluraler, offener Diskurse erhalten bleiben und dürften nicht zum Gegenstand politischer Einflussnahme gemacht werden.
    Die Verbände betonen: "Kunst entfaltet ihre gesellschaftliche Funktion gerade auch dort, wo sie irritiert, widerspricht oder bestehende Deutungsmuster infrage stellt."
    Diese Nachricht wurde am 13.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.