Archiv

Wohnungsbau-Tag in Berlin
Verbände nennen Lage dramatisch - Geywitz und Habeck setzen auf Abbau von Baustandards

Vertreter der Bau- und Immobilienbranche haben mit den zuständigen Ministern über Wege beraten, den Mangel an Wohnungen zu beheben.

    Baustelle an einem Appartementhaus am Rhein-Herne-Kanal im Stadtteil Gelsenkirchen Bismarck, 2023.
    Die Baubranche befindet sich nach eigenen Angaben in einer Krise mit Firmenpleiten, Kurzarbeit und Jobverlusten. (picture alliance / Rupert Oberhäuser)
    Der Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft, Gedaschko, erklärte, die Lage sei dramatisch. Bundesweit fehlten mehr als 800.000 Wohnungen. Zugleich sei der Neubau wegen hoher Zinsen und zu strenger Baustandards kaum noch bezahlbar. Ein Bündnis aus Verbänden forderte von Bund und Ländern eine Sonderförderung in Höhe von 23 Milliarden Euro.
    Bundesbauministerin Geywitz wies die Forderungen zurück. Man könne nicht jeden Bereich dauersubventionieren, erklärte die SPD-Politikerin. Stattdessen gelte es, dafür zu sorgen, dass sich der Bau von Wohnungen wieder lohne. Die Bundesregierung setze hierbei vor allem auf Bürokratieabbau und eine Reduzierung von Bauvorschriften.
    Diese Nachricht wurde am 11.04.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.