
Der Gesetzentwurf zu sogenannten Scheinvaterschaften soll morgen erstmals im Bundestag beraten werden. Die Regierung will verhindern, dass Männer eine Vaterschaft nur aus aufenthaltsrechtlichen Gründen anerkennen.
Kritik daran kommt unter anderem vom Kinderschutzbund, von mehreren Flüchtlingsräten und von Pro Asyl. Sie sehen erhebliche Risiken für das Kindeswohl, da Kinder womöglich über Monate ohne gesichertes zweites Elternteil leben müssten. Zudem werde eine große Gruppe von Eltern - insbesondere mit Migrationsgeschichte oder unterschiedlichem Aufenthaltsstatus - mit einem schwerwiegenden Misstrauen konfrontiert.
Geplant ist, dass in bestimmten Fällen künftig die Zustimmung der Ausländerbehörde für eine Anerkennung der Vaterschaft nötig wird.
Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
