
Konkret kritisierte Greenpeace-Vorstand Martin Kaiser etwa das Festhalten am Verbrenner, die Blockade eines deutschlandweiten Tempolimits, oder das Heizen mit Öl und Gas.
Bundesumweltminister Schneider (SPD) hatte in seiner Eröffnungsrede des Klimadialogs mit Blick auf die aktuelle Energiekrise zum raschen Ausbau erneuerbarer Energien und zur Abkehr von fossilen Energieträgern aufgerufen. "Nur wer auf erneuerbare Energie setzt, befreit sich von den gefährlichen Präsidenten Putin und Trump", sagte auch Kaiser. Vor diesem Hintergrund ist jedoch "nicht nachvollziehbar, dass die Bundesregierung weiter auf Öl und Gas setzt und erneuerbare Energien ausbremst".
Kritik an Tankrabatt
Kritik am Entlastungspaket der Regierung wegen der Energiekrise übte Lutz Weischer von Germanwatch. "Sie macht das Falsche. Sie machen fossile Energien für alle günstiger", sagte er dem Bayerischen Rundfunk mit Blick auf die beschlossene Senkung der Mineralölsteuer auf Benzin und Diesel. Notwendig seien statt solcher Entlastungen "mit der Gießkanne" vielmehr "Förderprogramme, die den Umstieg auf Elektrifizierung ermöglichen", forderte Weischer.
Es müsse darum gehen, die Nutzung von Strom auch im Verkehr und Heizungsbereich voranzutreiben, mahnte der Germanwatch-Experte. Wer die deutsche Wirtschaft langfristig zukunftsfähig machen will, der muss jetzt umstellen." Dies sei in der aktuellen Lage "die einzige Antwort".
Auf dem Klimadialog riefen auch weitere der dort vertretenen Ministerinnen und Minister aus mehr als 30 Staaten zum Ausbau erneuerbarer Energien, zu mehr Elektrifizierung sowie zur Abkehr von fossilen Energieträgern auf.
Diese Nachricht wurde am 22.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
