
Zudem wurde sein Status als Bundeskaderathlet mit sofortiger Wirkung ausgesetzt, wie DESG-Vizepräsident Christoph Zepernick mitteilte. Bis dahin dürfe Petzold, der auf den Langstrecken über 5.000 und 10.000 Meter zu Hause ist, nicht für Wettkämpfe nominiert werden. Er droht damit, die Mehrkampf-WM am 7./8. März in den Niederlanden zu verpassen
Nach seinem abschließenden Wettkampf bei den Olympischen Winterspielen in Italien hatte Petzold kritisiert, dass die DESG ein strukturelles Problem habe und die Betreuung in Mailand nicht so gewesen sei, wie er es sich vorgestellt hätte.
Unverständnis bei "Athleten Deutschland"
"Athleten Deutschland" äußerte großes Unverständnis am Vorgehen der DESG. "Athletinnen und Athleten müssten ohne Angst vor Repressalien die Möglichkeit haben, Kritik an ihrem Verband zu äußern. Das gelte insbesondere, wenn interne Beschwerdewege dysfunktional oder mit Interessenkonflikten behaftet seien.
ARD-Journalisten erhielten Hausverbot
Die ARD hatte dem DESG in einem Bericht Unregelmäßigkeiten vorgeworfen und über ein belastetes Verhältnis zwischen einigen Athleten und der Verbandsspitze berichtet. Die beiden Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus wurden vom Verband daraufhin von einer Pressekonferenz ausgeschlossen. Die ARD, Journalisten-Verbände und Politiker kritisierten das Vorgehen.
Diese Nachricht wurde am 27.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
