Nach unangemessenen Fotos
Verbot von Fotos beim Beachvolleyball in Japan

Keine Fotos, keine Videos, keine Ferngläser: Der japanische Volleyball-Verband hat auf einen Anstieg voyeuristischer Vorfälle reagiert und ein Verbot für Aufnahmen von Spielerinnen und Spielern am kommenden Wochenende bei der Japan Beachvolleyball-Tour ausgesprochen.

    Alexander Walkenhorst (l-r) blockt einen Schmetterball von Markus Böckermann vom FC St. Pauli am Samstag (04.06.2011) beim Finale der Deutschen Beachvolleyball Tour in der Hamburger Hafencity.
    Japan möchte die Sportlerinnen und Sportler besser vor Voyeurismus schützen. (dpa / picture alliance / Malte Christians)
    In einer Mitteilung des Verbandes heißt es, das Problem mit unangemessener Fotografie habe sich trotz wiederholter Warnungen nicht verbessert. Darum sei das Aufzeichnen von Bildern mit jeglichen Geräten – einschließlich smarter Brillen - bei der Tonarino-Runde untersagt. Bei dem Event am Wochenende seien auch Ferngläser, Operngläser und ähnliche Geräte verboten. 
    Der Verband betonte weiter, dass sich die Athletinnen und Athleten mit einem sicheren Gefühl auf ihre Leistung konzentrieren können sollten.
    Die Sportverbände in Japan haben zuletzt wiederholt Maßnahmen ergriffen, um Athletinnen und Athleten vor unangemessener Fotografie zu schützen. So bestanden die Outfits der japanischen Frauenmannschaft bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris aus einem speziellen Material, das Infrarotaufnahmen blockiert, die Unterwäsche sichtbar machen könnten. Auch der japanische Turnverband führte bei Wettkämpfen ein Genehmigungssystem für Fotoaufnahmen ein.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.