Nach Kompromiss
Verbraucherschützer kritisieren EU-Entscheidung zur Bennenung von Fleischersatzprodukten

Verbraucherschützer kritisieren die EU-Entscheidung zur Benennung von Fleischersatzprodukten.

    Verschiedene Vegane- und vegetarische Wurstersatzprodukte liegen nebeneinander.
    Vegane und vegetarische Wurstersatzprodukte (imago stock&people / epd / Heike Lyding)
    Vertreter des EU-Parlaments und des Europäischen Rats hatten sich gestern darauf geeinigt, dass Bezeichnungen mit Verweis auf Fleischprodukte wie Veggie-Wurst zwar zulässig bleiben. Produktbezeichnungen, die sich direkt auf eine Fleischart beziehen - etwa "Typ Hähnchen" oder "Wie Rind" - sind aber künftig verboten.
    Dazu erklärte die Verbraucherschutzorganisation Foodwatch, die Regelung schaffe im Supermarkt nicht mehr Klarheit, sondern mehr Verwirrung. Auch Veggie-Produzenten mache sie unnötig das Leben schwer. Die Organisation Good Food Institute kritisierte, ein aufstrebender Wirtschaftsbereich werde damit nachhaltig geschädigt. Der Vegetarierverband ProVeg nannte es einen Teilerfolg, dass immerhin ein umfassendes Bezeichnungsverbot auf EU-Ebene gescheitert sei. Formell ist noch die offizielle Billigung der Entscheidung durch Rat und Parlament erforderlich.
    Diese Nachricht wurde am 06.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.