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Messerangriff in Aschaffenburg
Verdächtiger wird in Psychiatrie untergebracht

Nach der Gewalttat von Aschaffenburg mit zwei Toten wird der Tatverdächtige in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

    Der Täter wird aus dem Amtsgericht zurück in ein Fahrzeug der Polizei gebracht.
    Nach tödlichem Angriff in einem Park in Aschaffenburg wird der Täter in die Psychiatrie gebracht. (Daniel Vogl/dpa)
    Das ordnete die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht an. Der 28-jährige Asylbewerber aus Afghanistan hatte gestern nach Angaben der Polizei in einem Park einen Mann und ein zweijähriges Kind mit einem Messer getötet. Mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt. Der ausreisepflichtige Tatverdächtige war bereits mehrfach in psychiatrischer Behandlung.
    Die Gewalttat löste eine Debatte über eine Neuausrichtung der Migrationspolitik aus. CDU-Chef Merz erklärte, sollte er Bundeskanzler werden, werde er noch am ersten Tag im Amt ein faktisches Einreiseverbot für alle Menschen ohne gültige Dokumente verhängen lassen. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Mihalic, kritisierte im Deutschlandfunk, dass Merz Forderung dem Europarecht widerspreche. Die AfD-Vorsitzende Weidel erneuerte ihren Appell an die Union, mit ihrer Partei in Fragen der Migration zusammenzuarbeiten.
    Bundesinnenministerin Faeser wies Kritik aus Bayern im Zusammenhang mit dem Messerangriff zurück. Sie sagte in Berlin, die bayerischen Behörden müssten erklären, warum der Täter trotz mehrfacher Gewaltdelikte noch auf freiem Fuß gewesen sei. Bayerns Innenminister Herrmann hatte zuvor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Fehler vorgeworfen.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.