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Messerangriff in Aschaffenburg
Verdächtiger wird in Psychiatrie untergebracht - Kanzler Scholz wirft Union Blockade von Sicherheitsgesetzen vor

Nach der Gewalttat von Aschaffenburg mit zwei Toten wird der Tatverdächtige in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht.

    Das ordnete die Ermittlungsrichterin am Amtsgericht an. Der 28-jährige Asylbewerber aus Afghanistan hatte gestern nach Angaben der Polizei in einem Park einen Mann und ein zweijähriges Kind mit einem Messer getötet. Am Abend gedachten in Aschaffenburg laut Polizei etwa 3.000 Menschen der Opfer.
    Bundeskanzler Scholz lastete den bayerischen Behörden Versäumnisse an. Der Fall zeige, dass alle Behörden alles dafür tun müssten, dass Flüchtlinge ohne Bleiberecht auch tatsächlich abgeschoben würden. Scholz warf zudem CDU und CSU vor, im Bundesrat Gesetze zur Verbesserung der Inneren Sicherheit aus parteipolitischen Gründen zu blockieren.
    CDU-Chef Merz erklärte, sollte er Bundeskanzler werden, werde er noch am ersten Tag im Amt ein faktisches Einreiseverbot für alle Menschen ohne gültige Dokumente verhängen lassen. Die Parlamentarische Geschäftsführerin der Grünen-Fraktion, Mihalic, kritisierte im Deutschlandfunk, Merz Forderung widerspreche dem Europarecht. Die AfD-Vorsitzende Weidel erneuerte ihren Appell an die Union, mit ihrer Partei in Fragen der Migration zusammenzuarbeiten.
    Diese Nachricht wurde am 23.01.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.