Tarifverhandlungen
Verdi ruft für Donnerstag in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr auf

Die Gewerkschaft Verdi ruft für Donnerstag in mehreren Bundesländern zu Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr auf. In Bayern, Brandenburg, Hamburg, Nordrhein-Westfalen und im Saarland sollen Busse und Stadtbahnen ganztägig in den Depots bleiben. Wie Verdi mitteilte, wird noch entschieden, ob auch in Hessen und Bremen zum Warnstreik aufgerufen wird.

    Ein leerer Bus steht auf einem Parkplatz. Hinter den Scheiben hängen Schilder mit der Aufschrift "Streik".
    Bei den Warnstreiks fahren die meisten Busse und Stadtbahnen nicht. (picture alliance / Snowfield Photography / D. Kerlekin / Snowfield Photography)
    Ein Sprecher der Gewerkschaft sagte, in den meisten kommunalen Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs werde der Verkehr "vollständig zum Erliegen" kommen. Derzeit laufen verschiedene Tarifverhandlungen mit den Verkehrsbetrieben. Die Gewerkschaft verhandelt dabei nach eigenen Angaben für knapp 100.000 Beschäftigte in 150 Unternehmen.
    Die Verhandlungen zielen vor allem auf verbesserte Arbeitsbedingungen ab, etwa auf Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit und in den Schichtdiensten. Außerdem geht es um höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende.

    Tarifergebnisse gibt es bereits in Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg

    Der Vize-Vorsitzende der Gewerkschaft, Behle, erklärte, man habe in den Ländern teils sehr unterschiedliche Verhandlungsstände. Teilweise stünden die Verhandlungen auch nach vier Monaten noch immer am Anfang. In Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg hingegen wurden bereits Tarifergebnisse erzielt. Der Gewerkschaft gehe es darum, dort Druck aufzubauen, wo man ihn jetzt wirklich brauche.
    In Teilen Sachsens gibt es bereits heute und morgen Warnstreiks bei Verkehrsbetrieben. In Nordrhein-Westfalen wird außerdem für morgen zu Arbeitsniederlegungen im Öffentlichen Nahverkehr aufgerufen. Regionalzüge und S-Bahnen sind von den Ausständen nicht betroffen. Auch werden mancherorts einzelne Nahverkehrslinien von Privat- und Subunternehmen bedient, die nicht bestreikt werden.
    Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.