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Öffentlicher Nahverkehr
Verdi wertet Warnstreiks als Erfolg - "Klares Signal an Arbeitgeber"

Wegen des Warnstreiks im öffentlichen Personennahverkehr hat es heute in fast allen Bundesländern Einschränkungen im Bus- und Bahnverkehr gegeben.

    Ein Teilnehmer einer Verdi-Demonstration steht mit einem Schild mit der Aufschrift "Nicht der Streik gefährdet den ÖPNV, sondern der Arbeitgeberverband" während einer Kundgebung in der Innenstadt von Hannover.
    Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr Hannover. In dem bundesweit in regionalen Verhandlungen laufenden Tarifkonflikt des öffentlichen Nahverkehrs hatte die Gewerkschaft Verdi Beschäftigte der Branche in mehr als 80 Städten zu einem Warnstreik aufgerufen. (picture alliance / dpa / Michael Matthey)
    Die Gewerkschaft Verdi wertete den Ausstand als Erfolg. Es sei ein klares Signal an die Arbeitgeber gewesen. Viele tausend Beschäftigte legten demnach ihre Arbeit nieder. Aufgerufen waren insgesamt 90.000 Angestellte von über 130 Unternehmen in Städten und Landkreisen. In den meisten Bundesländern fanden die Warnstreiks den gesamten Tag über statt, in Berlin wurde die Arbeit am Mittag wieder aufgenommen. Ausgenommen von den Warnstreiks war Bayern, da dort derzeit keine Tarifverhandlungen stattfinden.
    Verdi fordert in den regionalen Verhandlungen teils eine bessere Bezahlung und teils bessere Arbeitsbedingungen des Personals im öffentlichen Nahverkehr. Die nächsten Gespräche finden Mitte des Monats statt. Verdi drohte in einzelnen Bundesländern bereits mit weiteren Streikaktionen. Ob es erneut zu bundesweiten Arbeitsniederlegungen kommen könnte, blieb offen.
    Diese Nachricht wurde am 03.02.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.