Tour de France
Vereinigung der Radprofis gegen nächtliche Dopingkontrollen

Die nächtlichen Dopingkontrollen bei Radrennfahrern während der Tour de France stoßen auf Kritik.

    Jonas Vingegaard bei der Tour de France; er sitzt auf seinem Fahrrad - im Hintergrund sind verschwommen Zuschauer zu sehen.
    Jonas Vingegaard bei der Tour de France (AP Photo / Thibault Camus)
    Die internationale Vereinigung der Radprofis (CPA) teilte mit, Sportler mitten in der Nacht für eine Kontrolle aus dem Schlaf zu holen, sollte ernsthaft überdacht werden. "Die Tour de France ist ein Wettbewerb, der außergewöhnliche körperliche Leistungen verlangt. Schlaf und Regeneration sind nicht nur für die Leistungsfähigkeit, sondern auch für die Gesundheit und Sicherheit der Fahrer von entscheidender Bedeutung." Weiter heißt es, die Praxis beeinträchtige die Erholung der Athleten und stehe damit im Widerspruch zu den eigentlichen Zielen im Anti-Doping-Kampf. Wäre es daher nicht sinnvoller, stärker in wissenschaftliche Forschung und moderne Nachweistechnologien zu investieren, anstatt die Zahl besonders einschneidender unangekündigter Kontrollen weiter zu erhöhen?, fragt die CPA.
    In der Nacht auf Sonntag waren sowohl Titelverteidiger Tadej Pogacar als auch der inzwischen mit einem Schlüsselbeinbruch ausgeschiedene Jonas Vingegaard aus dem Schlaf gerissen worden, um eine Dopingprobe abzugeben.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.