
Der Fall zeige, welch große Risiken Frauen auf sich nähmen, wenn sie sich für die Menschenrechte im Iran einsetzten, sagte die Sprecherin des UNO-Menschenrechtsbüros in Genf. Bundespräsident Steinmeier erklärte, Mohammadi sei vielen Menschen auch über den Iran hinaus ein Vorbild. Trotz ihrer eigenen Inhaftierung erhebe sie weiterhin ihre Stimme gegen die Unterdrückung der Frauen.
Die 51-jährige Preisträgerin verbüßt derzeit eine langjährige Haftstrafe im Ewin-Gefängnis in Teheran. Während der landesweiten Aufstände gegen den Machtapparat im vergangenen Jahr brachte sie einen Bericht ans Licht, der mutmaßliche Folter an Dutzenden Frauen in dem Hochsicherheitsgefängnis aufdeckte.
Der Friedensnobelpreis ist mit umgerechnet 950.000 Euro dotiert und wird traditionell am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters Alfred Nobel, verliehen. Im vergangenen Jahr wurden der belarussische Menschenrechtsanwalt Ales Bjaljazki, die russische Organisation Memorial und das Center for Civil Liberties aus der Ukraine ausgezeichnet.
Diese Nachricht wurde am 06.10.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.