New York
Vereinte Nationen nennen Sklavenhandel "schwerstes Verbrechen gegen Menschlichkeit"

Die Vereinten Nationen haben den transatlantischen Sklavenhandel als "schwerstes Verbrechen gegen die Menschlichkeit" eingestuft.

    Eine historische Illustration um 1835 zeigt Sklaven an Bord eines Sklavenschiffes, die gefesselt werden, bevor sie in den Laderaum gebracht werden.
    Eine historische Illustration um 1835 zeigt Sklaven an Bord eines Sklavenschiffes: Die Vereinten Nationen stuften den transatlantischen Sklavenhandel jetzt als schwerstes Verbrechen der Menschheit ein. (Getty Images / Hulton Archive / Rischgitz)
    123 Staaten stimmten in der UNO-Generalversammlung für eine von Ghana eingebrachte Resolution, die unter anderem auch die unentgeltliche und unverzügliche Rückgabe von Kulturgütern und Kunstobjekten an Herkunftsländer fordert. Israel, die USA und Argentinien stimmten gegen den Text. Deutschland enthielt sich. Die Resolution ist rechtlich nicht bindend. Die Bewertung sei erfolgt, da der Handel mit versklavten Menschen aus Afrika rassistisch begründet gewesen sei und einen tiefgreifenden Bruch in der Weltgeschichte darstelle. Das Ausmaß sei gigantisch gewesen und die Folgen dauerten bis heute an, hieß es im Resolutionstext. 
    Vor allem zwischen dem 16. und dem 19. Jahrhundert wurden mehrere Millionen Menschen in Afrika versklavt und nach Nord- und Südamerika und in die Karibik gebracht. Mit der Menschenrechtskonvention der UNO wurde die Sklaverei 1948 weltweit verboten.
    Diese Nachricht wurde am 26.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.