
Der Bericht bezieht sich auf Einschätzungen des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag. Demnach gebe es "berechtigte Gründe" für die Annahme, Israel ziele auf eine dauerhafte Ausgrenzung und Unterdrückung der Palästinenser ab. So würden in den völkerrechtswidrig besetzten Gebieten unterschiedliche Rechtsrahmen für jüdische Siedler und Palästinenser angewendet.
Der UNO-Hochkommissar für Menschenrechte, Türk, sagte, es handele sich um eine besonders schwere Form der Diskriminierung, die dem Apartheid-System ähnele. Türk forderte ein Ende der israelischen Präsenz in den besetzten palästinensischen Gebieten.
Israel wies die Kritik als absurd und verzerrt zurück. Seine UNO-Vertretung in Genf teilte mit, Fakten, die dem Konflikt zugrunde lägen, würden völlig ignoriert - insbesondere die schwerwiegenden Bedrohungen, denen Israel ausgesetzt sei.
Das Apartheidsystem in Süd- und Südwestafrika basierte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts auf der schweren Diskriminierung der schwarzen Bevölkerung.
Diese Nachricht wurde am 08.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
