
Die Behörde begründete diesen Schritt mit der gesunkenen Relevanz der religiösen Organisation in den vergangenen Jahren. Stattdessen wolle man sich stärker auf aktuelle Problemfelder wie Spionage, Sabotage oder Terrorismus fokussieren. Bestrebungen gegen die freiheitlich demokratische Grundordnung, die von Scientology-Anhängern ausgingen, würden aber weiterhin durch den Verfassungsschutz bearbeitet, hieß es. Die Einordnung extremistischer Bestrebungen diene in erster Linie arbeitsorganisatorischen Zwecken.
Die in den 1950er-Jahren in den USA gegründete Scientology-Bewegung ist in Deutschland als Religionsgemeinschaft nicht anerkannt. Die Anzahl der Scientology-Mitglieder im Bundesgebiet stagniert laut Inlandsgeheimdienst seit 2021 bei rund 3.600 Personen.
Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
