Inlands-Nachrichtendienst
Verfassungsschutz-Präsident fordert Ausweitung von Befugnissen

Verfassungsschutz-Präsident Selen hat mehr Befugnisse für seine Behörde gefordert.

    Sinan Selen sitzt vor einer blauen Wand und gestikuliert.
    Verfassungsschutzpräsident Sinan Selen (Britta Pedersen / dpa / Britta Pedersen)
    Diese müsse sich vom Nachrichtendienst, der Informationen sammele, zu einem echten Geheimdienst wandeln, sagte Selen der "Süddeutschen Zeitung". Dessen Aufgabe sei nicht "Erklären oder Beobachten", sondern Bedrohungen zu beherrschen oder zu verhindern - sowie mit den gewonnenen Erkenntnissen neue zu verhindern, noch bevor sie entstünden. Laut Medienberichten plant Innenminister Dobrindt, dass der Verfassungsschutz künftig in Computer und Handys von Zielpersonen eindringen und die Geräte online durchleuchten darf. Erlaubt werden soll demnach auch der Einsatz von künstlicher Intelligenz und von Software zur Gesichtserkennung.
    Selen betonte, um in Zukunft operativer arbeiten zu können, brauche man erweiterte Fähigkeiten.
    Diese Nachricht wurde am 27.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.