Gesundheitsgefahr
Verkauf von Erwachsenen-Kosmetik an Kinder: Italienische Behörde ermittelt gegen LVMH und Sephora

In Italien laufen Untersuchungen gegen den französischen Luxuskonzern LVMH und seine auch in Deutschland tätigen Kosmetikfirmen Sephora und Benefit.

    Eine Person geht an dem Ladenlokal von Sephora vorbei.
    Eine Filiale des Kosmetikunternehmens Sephora in der italienischen Stadt Palermo (picture alliance / NurPhoto / Cristian Bonaviri)
    Nach Angaben der italienischen Wettbewerbsbehörde AGCM geht es um den Verdacht, dass Kosmetikartikel, die für Erwachsene bestimmt sind, gezielt an Kinder und Jugendliche verkauft wurden. Unter Zwölfjährige seien mit Hilfe sehr junger Influencer dazu gebracht worden, Gesichtsmasken, Seren und Anti-Aging-Cremes zu kaufen, erklärte die Behörde. Über mögliche Gesundheitsgefahren sei mutmaßlich nicht ausreichend informiert worden. Kosmetikprodukte für Erwachsene können wissenschaftlichen Studien zufolge bei Kindern den Hormonhaushalt stören und Hautallergien hervorrufen.
    Laut der Behörde wurden in Italien Räumlichkeiten von Sephora und LVMH durchsucht. Es drohen Bußgelder. Die Unternehmen erklärten, sie hielten alle Vorschriften ein.
    Diese Nachricht wurde am 27.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.