Infrastruktur
Verkehrsminister Schnieder warnt vor "demokratiegefährdenden" Zuständen bei der Bahn

Bundesverkehrsminister Schnieder hat den Zustand der Deutschen Bahn kritisiert. Dieser gehe in eine demokratiegefährdende Richtung, sagte der CDU-Politiker. Es sei es brandgefährlich, wenn immer mehr Menschen den Eindruck bekämen, dass der Staat nicht funktioniere.

    Patrick Schnieder (CDU), Bundesminister für Verkehr, gibt ein Pressestatement ab.
    Bundesverkehrsminister Schnieder (dpa / Fabian Sommer)
    Neben notorisch verspäteten Zügen müsse der Staat beispielsweise auch Probleme mit maroden Brücken in den Griff bekommen, betonte Schnieder gegenüber der Funke Mediengruppe. Zugleich dämpfte er Erwartungen. Investitionen in die Infrastruktur bräuchten Zeit. Die Sanierungen der 42 wichtigsten Bahnstrecken liefen bis 2036.
    Das Ziel des vorherigen Bahnvorstands, bis 2027 zu erreichen, dass 75 bis 80 Prozent der Züge pünktlich seien, nannte Schnieder ein "Wolkenkuckucksheim". Die Funktionäre sollten das realistisch bewerten, sonst seien die Bahnfahrer noch enttäuschter, wenn das Ziel nicht annähernd erreicht werde. Im vergangenen Jahr waren lediglich rund 60 Prozent der Fernzüge ohne größere Verzögerungen unterwegs.
    Diese Nachricht wurde am 28.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.