Journalismus und Zivilgesellschaft
Verleger und Verbände lehnen Einschränkungen am Informationsfreiheitsgesetz ab

Verleger und Verbände lehnen die von der Koalition geplanten Änderungen am sogenannten Informationsfreiheitsgesetz ab.

    Der Bundesadler im Plenarsaal des Bundestags wird von der Sonne beschienen in Berlin.
    Wachsende Kritik an geplanten Änderungen am Informationsfreiheitsgesetz (picture alliance / photothek.de / Juliane Sonntag)
    Konkret geht es um Einschränkungen des Zugangs zu amtlichen Informationen der Bundesbehörden. Der Medienverband der freien Presse und der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger kritisieren, dadurch würden Möglichkeiten journalistischer Recherche erheblich erschwert und die öffentliche Kontrolle staatlichen Handelns geschwächt. Über einhundert zivilgesellschaftliche Organisationen forderten, die geplanten Gesetzesänderungen zu stoppen. Der Verlust des Rechts auf Informationsfreiheit erschwere eine faktenbasierte Berichterstattung, hieß es in einem Offenen Brief.
    Mit Hilfe des IFG wurden zahlreiche Vorgänge in Bundesbehörden öffentlich gemacht. So konnten etwa Informationen rund um die Corona-Maskenaffäre um den damaligen Bundesgesundheitsminister Spahn eingesehen werden. Auch Informationen zu Nebeneinkünften von Abgeordneten sowie Kontakte zu Lobbyisten gelangten so an die Öffentlichkeit.
    Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.