
In solchen Situationen könnten durch das Zusammenspiel von erhöhter Last, etwa durch Photovoltaikanlagen, schlechterer Kühlung infolge höherer Umgebungstemperaturen und möglichen Kontaktproblemen Heißpunkte entstehen, sagte der Professor von der Universität Stuttgart dem Deutschlandfunk. Diese Heißpunkte könnten Brände auslösen. Das seien aber eher Einzelfälle. Hitze allein ist laut Tenbohlen in der Regel nicht ausschlaggebend. Transformatoren seien nach Norm bei Nennbelastung für Betriebstemperaturen von 40 Grad ausgelegt. Da die Belastung in den meisten Fällen unterhalb der Nennlast liege, spiele die erhöhte Umgebungstemperatur keine signifikante Rolle. Eine allgemein erhöhte Brandgefahr durch Hitze lasse sich auch aus Statistiken nach Tenbohlens Angaben nicht ableiten.
Zuletzt waren bundesweit mehrere Trafostationen in Brand geraten. Tausende Haushalte waren während der Hitze zeitweise ohne Strom. - Über Trafostationen nehmen örtliche Stromversorger elektrische Energie aus dem Mittelspannungsnetz auf und regeln sie auf 230 beziehungsweise 400 Volt herunter. Anschließend geht sie über lokale Ortsnetze an die Endverbraucher. In Deutschland gibt es mehr als 600.000 Trafostationen.
Diese Nachricht wurde am 07.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
