
Biologen in Sachsen-Anhalt haben einen verschollen geglaubten Fressfeind des Eichenprozessionsspinners entdeckt: den "Großen Puppenräuber". Der grün schillernde Käfer galt seit den 1960er Jahren in dem Bundesland als ausgestorben. Die Forschenden vermuten, dass die wenigen unentdeckten Exemplare jetzt wieder zurück sind, weil es so viele Eichenprozessionsspinner gibt. Und die sind das Lieblingsfutter der Puppenräuber.
Die Raupen des Eichenprozessionsspinners schaden Eichen und ihre Brennhaare können bei Menschen teils schwere allergische Reaktionen hervorrufen. Das Team von der Hochschule Anhalt meint, wenn man es schaffe, eine stabile Puppenräuber-Population aufzubauen, könnte das ein wichtiger Teil für eine umweltfreundliche und nachhaltige Bekämpfung der Eichenprozessionsspinner sein.
Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
